Plasma anlagen: Technischer Musik

Innovative Plasmatechnologie

Es ist üblich, bei Plastik eine Oberflächenbehandlung durchzuführen. Ansonsten perlen Farben, Lacke und Beschichtungen einfach ab. Ursache ist die geringe Oberflächenenergie. Anstriche, Beschichtungen oder Klebstoffe finden keine Verbindungsstellen auf der Plasteoberfläche. Metalle, Glas und Keramik weisen eine höhere Oberflächenenergie als Kunststoffe aus. Dennoch findet auch bei ihnen das Plasmaverfahren Anwendung.

Der Einsatz der Plasma-Technologie ist eine Möglichkeit der Oberflächenbehandlung, der die Oberflächenenergie erhöht und damit eine Haftungsverbesserung für Substanzen garantiert. Dabei wird ein einfaches physikalisches Prinzip genutzt. Stoffe ändern bei wechselnden Temperaturen ihren Aggregatzustand. Wasser ist bis 0 C° fest, dann flüssig und ab 100 C° kocht es und wird gasförmig. Würde es weiter erwärmt werden, geht es in den Plasmazustand, den vierten Aggregatzustand, über. In der Natur kennt man Plasma zum Beispiel in Form von Wetterblitzen.

In Plasmaanlagen (https://www.tantec-gmbh.de/plasma-systeme-und-plasma-anlagen.html) werden u. a. folgende Technologien angewandt:

  • Plasmareinigung: Schmutz kann in feinsten Spalten und Nischen durch ionisiertes Gas entfernt werden. Danach kann der Werkstoff sofort weiterbehandelt werden. (Mehr lesen)
  • Plasmaaktivierung: Schaffung von Verankerungsstellen, welche von mit Plasma aktiviert oder beschichtet werden.
  • Plasmabeschichtung: Erzeugung einer neuen Oberflächenstruktur und Anlagerung von neuen Substanzen
  • Plasmaätzung: hochpräzise Materialentfernung durch ätzende, chemische Reaktion
Technik, Musik und Plasma
Technik, Musik und Plasma

Haftungsverbesserung bei Kunststoffen

Eine zu bindende Oberfläche sollte sauber, benetzbar und porenfrei sein. Es gibt neben der Anwendung der Plasma-Technologie andere Verfahren, die die Oberflächenenergie erhöhen. Dazu zählt das Beflammen oder der Einsatz von chemischen Substanzen. Beide Verfahren sind nicht umweltschonend.

Polypropylen PP

Polypropen ist ein häufig verwendetes Polymer aus der Gruppe der Polyolefine. Polypropylene PP zählen zu den schwer zu verbindenden Materialien, da sie eine geringe Oberflächenenergie aufweisen. Sie gehören zu der Gruppe der Thermoplaste, welche von dem Molekülaufbau Filz ähneln. Bei PP sind die typischen thermoplastischen Eigenschaften von Thermoplastik nicht so ausgeprägt, sodass es problemlos auch in der wärmenden Sonne eingesetzt werden kann. Die UV-Beständigkeit ist dabei nicht so hoch, wie bei anderen Kunststoffen. Mit der Plasmatechnologie, meist mit Sauerstoff als Prozessgas, ist deren Oberfläche voll benetzbar.

Polyvinylchlorid PVC

PVC ist ein Polymer des Vinylchlorids. Dieses Plastik ist ohne Einfärbung hornartig und farblos. Die Elastizität kann mit Weichmachern verändert werden. Die Menge derer bestimmt die Einteilung in Hart-PVC oder Weich-PVC. Je mehr Weichmacher PVC enthält, um so geringer wird die Oberflächenenergie. PVC punktet mit hervorragenden Eigenschaften auf. So weist er eine hohe Stabilität gegen chemische Substanzen, UV-Licht und gegen Umwelteinflüsse auf. Durch Plasmaaktivierung lässt sich bei PVC die Oberflächenenergie erhöhen.

Schreibe einen Kommentar