Wer war Mendelssohn?

Sein Leben

Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy wurde am 3.2.1809 geboren in Hamburg. Er starb am 4.11.1847 in Leipzig. Der deutsche Komponist, Pianist und Organist war einer der wichtigsten Musiker der Romantik. Als Dirigent wurde er so berühmt, weil seine Methode das Verständnis des Dirigierens bis heute geprägt hat. Besonders engagierte sich der Musiker auch die die Aufführung von Händels Werken und den Werken von Johann Sebastian Bach. Er förderte so die Wiederentdeckung der klassischen Epoche in der deutschen Musik. Mendelssohn gilt als einer der Gründer der historischen Musikpflege. Mendelssohn wird auch liebevoll der „Mozart aus Hamburg“ genannt.

Spuren von Mendelssohn sind rar

Das Geburtshaus wurde von Bomben im Weltkrieg zerstört. Lediglich eine einfache Tafel mit Inschrift, aufgestellt von der „Patriotischen Gesellschaft“, erinnert an einer Straße an ihn. Im Jahre 1997 gestellten sich noch zwei Denkmäler von Felix Mendelssohn und seiner Schwester Fanny dazu. Im Jahre 2002 wurde in Hamburg eine Tafelinschrift für Mendelssohn angebracht, die besagt, dass er mit seinen Kompositionen der Psalmen für die lutherisch-evangelische Kirche für eine Verbindung sorgt zwischen den Religionen des Christentums und des Judentums. Ebenso besagt diese Inschrift, dass seiner gedacht wird als erneuter Entdecker von J. S. Bachs Matthäuspassion und G. F. Händels Oratorien. Er hat einen bedeutenden Platz in der deutschen Musikgeschichte eingenommen. Zugleich gilt er als Vermittler zwischen den Religionen. Er war der Enkel des Juden Moses Mendelssohn, einem Philosophen, der christlichen Glaubens war. Die erste deutsche Musikhochschule (das Leipziger Konservatorium) gründete Mendelssohn. Er fungierte dort als Komponist, Dirigent und Pianist.

Oper Sydney
Hier in Sydney wird Mendelssohn auch ab und zu aufgefürt

Seine Werke

In seinem nur 38-jährigen Leben erschuf er mehr als 400 Werke. Bereits im Alter von 9 Jahren fing er zu komponieren an. Mit 12 Jahren war bereits seine erste Sinfonie fertig (für Streicher). Selbst Goethe der 1821 in hohem Alter Mendelssohn begegnete bei einem Vorspiel, war begeistert von diesem Wunderknaben! Bereits fünf Jahre später schuf Mendelssohn die „Sommernachtstraum-Ouvertüre“ und dies wurde eines seiner bekanntesten Werke. Im Alter von 20 Jahren begann Mendelssohn mit der Organisation der Wiederaufführung der berühmten „Matthäuspassion“. Diese wurde seit dem Tode von Johann Sebastian Bach nie mehr aufgeführt bis Dato. Anschließend begann Mendelssohn zu reisen:

Er gab Konzerte in folgenden Ländern:

  1. England
  2. Schottland
  3. Italien
  4. Schweiz
Oper musik
Tanzen zur Oper musik

Durch die Reisen in diese Länder entstanden Werke, die von diesen Eindrücken sehr geprägt wurden.

Er erschuf auch folgende Werke:

  1. Den „Hochzeitsmarsch“
  2. Die „Hebriden-Ouvertüre“
  3. Die „Schottische Sinfonie“
  4. Die „Italienische Sinfonie“

Seine einzig vollendete Oper, „die Hochzeit des Camacho“, begann er 1824 im Alter von nur 15 Jahren. Hier kam es zu Eifersuchtsszenen mit dem damaligen Musikdirektor Spontini in Berlin, der vor lauter Neid die Aufführung dieses Werkes tatsächlich verhindern wollte. Doch 1827 kam es dann zur Erstaufführung dieser Oper im Berliner Schauspielhaus. Der Erfolg war mittelprächtig.

Hier noch einige Zitate, die über Mendelssohn gesagt wurden:
Max Reger: „Was mich bei Mendelssohn so anzieht, ist die Wahrheit des Ausdruckes des Empfindungslebens, eines auch menschlich durch und durch vornehmen Künstlers.“

Luigo Cherubini: „Dieser Junge ist begabt, es wird Erfolg haben, er hat schon jetzt Erfolg. Aber er gibt zu viel Geld aus, er schenkt seiner Kleidung zu viel Aufmerksamkeit.“

Felix Mendelssohn Bartholdy ist vor 169 Jahren, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, am Donnerstag den 4.11.1847 gestorben.

2 Gedanken zu „Wer war Mendelssohn?“

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